{"id":74,"date":"2009-06-02T18:10:24","date_gmt":"2009-06-02T17:10:24","guid":{"rendered":"http:\/\/www.lernsoftware-mathematik.de\/cms\/?p=74"},"modified":"2014-01-21T20:57:39","modified_gmt":"2014-01-21T19:57:39","slug":"rezension-lernwerkstatt-muhlacker-7","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.lernsoftware-mathematik.de\/?p=74","title":{"rendered":"Rezension: Lernwerkstatt M\u00fchlacker 7"},"content":{"rendered":"<p><strong>Grundlegende Informationen<\/strong><\/p>\n<p style=\"padding-top: 0px; padding-right: 0px; padding-bottom: 1em; padding-left: 0px; margin: 0px; border: 0px initial initial;\">Die \u201eLernwerkstatt M\u00fchlacker\u201c ist eine Sammlung von \u00dcbungsformaten und Spielen, die unter einer einheitlichen Oberfl\u00e4che pr\u00e4sentiert werden. Die Software der\u00a0<a style=\"color: #3366cc;\" href=\"http:\/\/www.medienwerkstatt-online.de\/\">Medienwerkstatt M\u00fchlacker<\/a> \u2013 die sich auf das Angebot von Medien aller Art zur Unterst\u00fctzung von Lehrern und Sch\u00fclern spezialisiert hat \u2013 liegt mittlerweile in der siebten Version vor. Eine zeitlich beschr\u00e4nkte Demoversion steht auf der Homepage des Herstellers zum kostenlosen Download bereit, so dass die Software<!--more--> vor dem Einkauf ausprobiert werden kann. Das Lernsoftware-Paket kann als Einzel-, Klassen- oder Schullizenz zum Preis von 39 \u20ac bzw. 89\u20ac bzw. 129\u20ac bezogen werden. Die Hardwarevoraussetzungen sind gering, so dass die Software auch auf \u00e4lteren Rechnern mit Windows 98 verwendet werden kann.<\/p>\n<p style=\"padding-top: 0px; padding-right: 0px; padding-bottom: 1em; padding-left: 0px; margin: 0px; border: 0px initial initial;\">Ein Umfang von mittlerweile ca. 180 \u00dcbungsformaten macht eine einheitliche didaktische Bewertung schwer. Deshalb findet eine Eingrenzung der Betrachtungen auf \u00dcbungen f\u00fcr den Bereich der elementaren Mathematik statt. Au\u00dferdem wird die Software besonders f\u00fcr die Eignung innerhalb der sonderp\u00e4dagogischen F\u00f6rderung diskutiert. Dabei muss jedoch beachtet werden, dass diese Zielgruppe von den Autoren selbst nicht explizit ausgewiesen wird.<\/p>\n<p><a name=\"Einsatzzweck_und_(2D)m(C3)(B6)glichkeiten\"><\/a><\/p>\n<h3>Einsatzzweck und -m\u00f6glichkeiten<\/h3>\n<p style=\"padding-top: 0px; padding-right: 0px; padding-bottom: 1em; padding-left: 0px; margin: 0px; border: 0px initial initial;\">Als gro\u00dfe Sammlung von \u00dcbungen aus den Bereichen Mathematik, Deutsch, Fremdsprachen und Wissen, die sich an den Inhalten des Grundschullehrplans orientieren, ist die Software als universelles \u00dcbungsmedium im Unterricht der Grund- und F\u00f6rderschule konzipiert und kann dort an vielen Stellen eingesetzt werden. Im Handbuch sind Vorlagen und Pictogramme f\u00fcr die Einbindung in die Wochenplanarbeit angef\u00fcgt, ebenfalls steht auf den Seiten des Herstellers ein ausf\u00fchrlicher Erfahrungsbericht mit Hinweisen \u00fcber den Einsatz der Software in einer Medienecke zur Verf\u00fcgung. Einmal eingerichtet, kann so die Lernwerkstatt ohne gr\u00f6\u00dferen Administrationsaufwand eingesetzt werden und zu einer Arbeitserleichterung f\u00fcr den Lehrer f\u00fchren.<\/p>\n<p><a name=\"Aufbau_der_Software\"><\/a><\/p>\n<h3>Aufbau der Software<\/h3>\n<p style=\"padding-top: 0px; padding-right: 0px; padding-bottom: 1em; padding-left: 0px; margin: 0px; border: 0px initial initial;\">Beim Start der Lernsoftware w\u00e4hlt der Sch\u00fcler seine Klasse und seinen Namen aus (der zuvor vom Lehrer angelegt werden muss) und gelangt anschlie\u00dfend zum Auswahlfenster, in dem \u00dcbungen und Spiele nach F\u00e4cher- und Themenbereiche gegliedert ausgew\u00e4hlt werden k\u00f6nnen. Pro \u00dcbungsformat werden vier vom Sch\u00fcler ver\u00e4nderbaren Schwierigkeitsstufen angeboten. Desweiteren gibt es einen passwortgesch\u00fctzten Lehrermodus zur Administration der Software sowie einen Aufgabenblattgenerator, mit dem Arbeitsbl\u00e4tter auf Basis der am Bildschirm angebotenen \u00dcbungen erstellt werden k\u00f6nnen.<\/p>\n<p><a name=\"Oberfl(C3)(A4)chliches\"><\/a><\/p>\n<h3>Oberfl\u00e4chliches<\/h3>\n<p style=\"padding-top: 0px; padding-right: 0px; padding-bottom: 1em; padding-left: 0px; margin: 0px; border: 0px initial initial;\">Bei der Nutzung der Software f\u00e4llt die klar strukturierte und konsistente Benutzeroberfl\u00e4che positiv auf. Sch\u00fclern wie Lehrern d\u00fcrften nach kurzer Orientierungszeit mithilfe der \u00fcbersichtlich gestalteten Navigationsleiste problemlos durch die einzelnen Teile der Software navigieren k\u00f6nnen. Da sowohl die Auswahl von Hilfen und Funktionen der einzelnen \u00dcbungen immer nach den gleichem Muster ablaufen und in gleichen Bereichen des Bildschirms dargestellt werden, wird die Orientierung und Bedienung in den einzelnen \u00dcbungen ungemein erleichtert. Zur Vermeidung von Orientierungslosigkeit im Aufgabendschungel der Lernsoftware wurden eine Anzeige integriert, die den jeweilgen \u00dcbungsnamen anzeigt sowie die bereits gerechneten Anzahl an Aufgaben je Aufgabenformat. Dezente Farben, klar gegliederte Bereiche, ausreichend gro\u00dfe Schriften sowie der gezielte Einsatz von Sound erm\u00f6glichen die Fokussierung der Aufmerksamkeit auf wesentliche Elemente der Software. Einzig die Icons zur Aufgabenauswahl sind wohl aufgrund der Aufgabenf\u00fclle etwas klein geraten.<\/p>\n<p><a name=\"Interaktionen(3A)_Instruktionen(2C)_Hilfestellungen(2C)_R(C3)(BC)ckmeldung\"><\/a><\/p>\n<h3>Interaktionen: Instruktionen, Hilfestellungen, R\u00fcckmeldung<\/h3>\n<p style=\"padding-top: 0px; padding-right: 0px; padding-bottom: 1em; padding-left: 0px; margin: 0px; border: 0px initial initial;\">Die interaktiven M\u00f6glichkeiten des Computers werden sinnvoll aber sp\u00e4rlich genutzt. An der ein oder anderen Stelle w\u00fcrden umfangreichere didaktische Interaktions- bzw. Instruktionsangebote die Software aufwerten. Beispielsweise fehlt eine Einf\u00fchrung in die einzelnen Aufgabenformate. Es wird wohl erwartet, dass der Sch\u00fcler entweder das Aufgabenformat kennt oder es sich zumindest intuitiv erschlie\u00dfen kann. Eine Aufgabenbeschreibung erscheint erst durch die aktive Anforderung von Hilfe durch den Benutzer. Da die Einf\u00fchrung in das \u00dcbungsformat dann in schriftlicher Form und ohne anschauliche Beispiele erfolgt, ist sie wohl eher f\u00fcr den Lehrer gedacht. Dieser Mangel ist bei nicht selbsterkl\u00e4renden und uneindeutigen Aufgabenformaten (Beispiel: Zahlenstrahl) besonders gravierend. Folglich ist die Bearbeitung vieler \u00dcbungen nur dann m\u00f6glich, wenn das Aufgabenformat bekannt ist oder ein Lehrer die Aufgaben erl\u00e4utert oder vormacht. Ansonsten bleibt dem Sch\u00fcler nichts anderes \u00fcbrig, als per Trial&amp;Error die geforderte Aufgabenstellung \u201eherauszufinden\u201c.<\/p>\n<p style=\"padding-top: 0px; padding-right: 0px; padding-bottom: 1em; padding-left: 0px; margin: 0px; border: 0px initial initial;\">Die angebotenen, zum Teil \u201einteraktiven\u201c Veranschaulichungshilfen sind zwar sowohl funktionel wie auch visuell gut umgesetzt, jedoch fehlen Hinweise auf die konstruktive Nutzung im jeweiligen Aufgabenkontext. Genauso wie f\u00fcr die Aufgaben gilt somit auch f\u00fcr die Hilfsmittel: Eine Einf\u00fchrung in die Nutzung durch den Lehrer ist notwendig.<\/p>\n<p style=\"padding-top: 0px; padding-right: 0px; padding-bottom: 1em; padding-left: 0px; margin: 0px; border: 0px initial initial;\">Die Aufgabenkontrolle kann \u00fcber einen Klick auf das \u201eAuge\u201c-Symbol in Gang gesetzt werden. Durch ein zwinkerndes Auge (\u201eSchau genau hin\u201c) und die Ausgabe eines Sounds wird der Benutzer auf eine fehlerhafte L\u00f6sung aufmerksam gemacht. Au\u00dferdem wird die Fehlerstelle gelb unterlegt. Diese reduzierte Form der Fehlerr\u00fcckmeldung ist zweckgem\u00e4\u00df, jedoch w\u00e4re nach mehrmaligen Fehlversuchen eine aktive Hilfe oder zumindest der Hinweis auf unterst\u00fctzende Hilfsmittel auf jeden Fall hilfreich.<\/p>\n<p style=\"padding-top: 0px; padding-right: 0px; padding-bottom: 1em; padding-left: 0px; margin: 0px; border: 0px initial initial;\">Bei einigen Aufgaben fiel mir die enge \u201eF\u00fchrung\u201c durch die Software auf. Beispielsweise musste bei der Aufgabe 2+3 = ? mit den Abakus zun\u00e4chst zwei und dann erst die n\u00e4chsten drei Perlen verschoben werden um die richtige L\u00f6sung eingeben zu k\u00f6nnen. Falls der Sch\u00fcler gleich das richtige Ergebnis, also f\u00fcnf Perlen, verschiebt, wird dies als unzul\u00e4ssig gewertet. Obwohl sich auch f\u00fcr diese enge schrittweise F\u00fchrung des Sch\u00fclers durch eine Aufgabe Argumente finden lassen, sollten zumindest solche &#8222;Abk\u00fcrzungen&#8220; bzw. alternative L\u00f6sungswege nicht als Fehler deklariert werden.<\/p>\n<p><a name=\"Adaptions(2D)_und_Differenzierungsm(C3)(B6)glichkeiten\"><\/a><\/p>\n<h3>Adaptions- und Differenzierungsm\u00f6glichkeiten<\/h3>\n<p style=\"padding-top: 0px; padding-right: 0px; padding-bottom: 1em; padding-left: 0px; margin: 0px; border: 0px initial initial;\">Die Adaptionsm\u00f6glichkeiten der Software sind sowohl im Umfang als auch in der Strukturierung schl\u00fcssig. Die Rahmenbedingungen (Aufgabentypen) k\u00f6nnen pro Klasse vom Lehrer im Lehrermodus festgelegt werden. Dabei stehen dem Lehrer neben Einstelloptionen f\u00fcr die einzelnen Aufgabenthemen (z.B. die Schreibweise bei den schriftlichen Rechenverfahren) auch die Anpassung der Auswahlm\u00f6glichkeiten (z.B. Schwierigkeitsstufe, Hilfen) der Sch\u00fcler zur Verf\u00fcgung. Leider lassen sich die so erm\u00f6glichten Aufgabendifferenzierungen nur f\u00fcr die gesamte Klasse und nicht je Sch\u00fcler einstellen, was gerade beim Einsatz in stark heterogenen Lerngruppen (z.B. Integrationsklassen, Sonderschulklassen) Sinn machen w\u00fcrde. \u00dcber die Notwendigkeit der Integration weiterer Anpassungsm\u00f6glichkeiten l\u00e4sst sich streiten: Ich h\u00e4tte mir im Hinblick auf Sch\u00fcler mit Schwierigkeiten beim Rechnen noch die M\u00f6glichkeit gew\u00fcnscht, einzelne Aufgabenschwierigkeiten (z.B. Rechnen mit der Null, Zehner\u00fcbergang) ausschlie\u00dfen zu k\u00f6nnen. Im Lehrermodus kann der Lehrer \u00fcber die Profile der einzelnen Sch\u00fcler nachsehen, welche und wieviele Aufgaben jeder Sch\u00fcler bearbeitet hat. Eine differnzierte Diagnostik l\u00e4sst dies nicht zu, da nur der Umfang, jedoch nicht die gerechneten Aufgaben und L\u00f6sungen selbst protokolliert werden. Des weiteren besteht die M\u00f6glichkeit, eigene \u00dcbungskarten und \u00dcbungen zu erstellen oder aus dem Internet nachzuladen und so das Programm individuell anzupassen.<\/p>\n<p style=\"padding-top: 0px; padding-right: 0px; padding-bottom: 1em; padding-left: 0px; margin: 0px; border: 0px initial initial;\">Einen angemessenen Freiheitsgrad wird dem Sch\u00fcler bei der Benutzung des Lernprogramms zugestanden. Er kann das \u00dcbungsformat selbst ausw\u00e4hlen und innerhalb der \u00dcbungen die Schwierigkeitsstufe frei ausw\u00e4hlen. Au\u00dferdem stehendem Sch\u00fcler &#8211; je nach Vorgabe des Lehrers &#8211; weitere Einstelloptionen (zum Beispiel die Auswahl des Zahlenraums bei Rechenaufgaben) sowie frei w\u00e4hlbare Hilfen wie Abakus, Taschenrechner, Zahlenstrahl usw. zur Verf\u00fcgung.<\/p>\n<p><a name=\"Didaktische_Bewertung\"><\/a><\/p>\n<h3>Didaktische Bewertung<\/h3>\n<p style=\"padding-top: 0px; padding-right: 0px; padding-bottom: 1em; padding-left: 0px; margin: 0px; border: 0px initial initial;\">Im Bereich der Arithmetik werden viele g\u00e4ngige \u00dcbungsformate angeboten, wie sie auch in den meisten Schulb\u00fcchern zu finden sind. Neben Formaten, die der reinen Automatisierung dienen (Kopfrechnen, Maltabellen, schritliches Rechnen) sind operative \u00dcbungsformate wie Zahlenmauern, Zahlenh\u00e4user, Zauberdreiecke, Rechendreiecke usw. enthalten. Insgesamt gen\u00fcgen die \u00dcbungen in ihrer digitalen Umsetzung fachdidaktischen Standards. Auch die schn\u00f6rkellose Pr\u00e4sentation dieser Formate und der klar erkennbaren \u00dcbungscharakter ohne ablenkende Animationen hat durchaus seine didaktisch Berechtigung. Die Erh\u00f6hung der Schwierigkeit innerhalb der \u00dcbungen erfolgt kleinschrittig. Schade ist nur, dass bei den \u00dcbungsformaten die Aufgaben nicht als \u00dcbungsreihen im Sinne produktiven \u00dcbens angeboten werden, sondern zusammenhangslos (d.h. durch Zufallsauswahl) pr\u00e4sentiert werden.<\/p>\n<p style=\"padding-top: 0px; padding-right: 0px; padding-bottom: 1em; padding-left: 0px; margin: 0px; border: 0px initial initial;\">Echte Innovationen bieten die \u00dcbungen nicht: Der einzige Vorteil der Aufgaben im Vergleich zum Rechnen mit Papier und Bleistift ist die unmittelbare Fehlerkontrolle und R\u00fcckmeldung. Ansonsten wurden die \u00dcbungen bzw. gegenst\u00e4ndlichen Materialien gr\u00f6\u00dftenteils einfach auf den Computer \u00fcbertragen. Ein didaktischer Mehrwert oder sogar Gewinn an Aneignungs- und Einsichtsm\u00f6glichkeiten in mathematische Lerninhalte wird dadurch wohl kaum erreicht. Hier fehlen schl\u00fcssige und innovative Adaptionen der Formate an die spezifischen M\u00f6glichkeiten des Mediums Computer. Beispielsweise k\u00f6nnten ikonischen Darstellungen von Mengen als Erg\u00e4nzung zur symbolischen Zahldarstellung generiert werden und so Bez\u00fcge zwischen diesen Repr\u00e4sentations- und Abstraktionsebenen sichtbar gemacht werden. Auch angepasste Hilfestellungen und die gezielte Nutzung von Visualisierungen zur Anbahnung kardinaler Zahlauffassungen und zur Strukturierung von Zahlen w\u00e4ren bei vielen \u00dcbungsformaten m\u00f6glich und w\u00fcrde die Software didaktisch aufwerten. Besonders Kinder mit einem erh\u00f6hten F\u00f6rderbedarf w\u00fcrden von solche Ma\u00dfnahmen sicherlich profitieren. In einigen \u00dcbungen, bei denen Aufgaben durch aktives Operieren mit dem Abakus gel\u00f6st werden m\u00fcssen, finden sich erste Ans\u00e4tze. Hierbei wird die Simultanerfassung und strukturierte Zergliederung von Zahlen durch Handlungen auf der ikonischer Ebene angebahnt, indem sich Mengen lediglich als Ganzheiten verschieben lassen.<\/p>\n<p><a name=\"Gesamtbewertung\"><\/a><\/p>\n<h3>Gesamtbewertung<\/h3>\n<p style=\"padding-top: 0px; padding-right: 0px; padding-bottom: 1em; padding-left: 0px; margin: 0px; border: 0px initial initial;\">Die \u201eLernwerstatt M\u00fchlacker\u201c \u00fcberzeugt durch die klare Strukturierung der Inhalte und der Oberfl\u00e4che, durch die umfangreichen M\u00f6glichkeiten zur Anpassung der \u00dcbungen und den gro\u00dfe Aufgabenumfang. Auch wenn die einzelnen \u00dcbungen eher ein Computer-Pendant zum Rechnen mit Blatt und Papier sind und die interaktiven und visualisierenden M\u00f6glichkeiten des Mediums nur rudiment\u00e4r nutzen, sind sie dennoch in sich didaktisch stimmig und konsequent umgesetzt. Die berechtigte Frage nach dem Mehrwert solcher computergest\u00fctzter \u00dcbungen bleibt offen. W\u00e4hrend die Motivierung durch das Medium und die leichte Administration durch den Lehrer und die damit einhergehende Arbeitserleichterung durchaus f\u00fcr den Einsatz solcher Software sprechen, muss die Frage gestellt werden, ob der Computer nicht f\u00fcr sinnvollere Zwecke als die &#8222;Virtualisierung&#8220; herk\u00f6mmlicher \u00dcbungsformen eingesetzt werden kann und sollte.<\/p>\n<p style=\"padding-top: 0px; padding-right: 0px; padding-bottom: 1em; padding-left: 0px; margin: 0px; border: 0px initial initial;\">F\u00fcr Kinder mit besonderem F\u00f6rderbedarf bietet die Software \u2013 au\u00dfer als Automatisierungshilfe f\u00fcr das Zahlenrechnen \u2013 kaum neuen Lernchancen. Vorkenntnisse der \u00dcbungsformate und Kompetenzen im Bereich des symbolischen Rechnen sind Voraussetzung f\u00fcr die problemlose Nutzung der Lernsoftware. Dann allerdings ist die Software zum \u00fcberlegten Einsatz im Unterricht geeignet und kann gute Dienste als \u00dcbungs- und Automatisierungsmedium leisten.<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Grundlegende Informationen Die \u201eLernwerkstatt M\u00fchlacker\u201c ist eine Sammlung von \u00dcbungsformaten und Spielen, die unter einer einheitlichen Oberfl\u00e4che pr\u00e4sentiert werden. 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